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Nachricht aus dem Archiv

Markus schrieb am 28.April.2010, 05:03:37 in der Kategorie pc.security

ave.exe Virus - getarnt als Windows Firewall / Vorgehen

> Zuallererst entschuldige ich mich, dass ich mich erst so spät melde, komme
> direkt von einem Examen. Als ob der Computerstress noch nicht genug wär…

Ist ja Deine Entscheindung und Deine Zeitplanung. Auch ich bin z.B. nicht immer hier.


> Kann ich das immer noch machen? Auch wenn meine Festplatte inzwischen am
> aller Wahrscheinlichkeit nach immer noch infizierten System angeschlossen
> war?

Klar.


> Eben deswegen dachte ich es wär ne gute idee zum helpcentre zu laufen.

Ist es ja auch. Wenn\'s denn fachlich vor Ort stimmt. Aber das weiß man vorher nie so genau. Ist ja bei der Wahl eines Computernotdienstes oder eines Computerhändlers auch nicht immer so sicher. ;)


> Ich
> habe mich so gefreut hier im forum hilfe zu bekommen, aber ich dachte mir,
> dass ich euch ja nicht unnötig länger belästigen muss, als ich erfahren
> habe, dass die \"Experten\" gleich vor der Haustür wieder offen haben.

Naja, du hast nun mit *einem* gesprochen. Vielleicht sind andere \"näher\" an heutiger Malware \"dran\", das kann ich natürlich von hier aus nicht beurteilen.


> > Das Erstellen der LogFiles ist davon beeinträchtigt?
> Anscheinend doch nicht, ich habe es mich nur nicht öffnen getraut, weil
> ich nicht noch mehr Schaden anrichten wollte als ich bisher schon habe.

Nun, der hauptsächliche \"Schaden\" war mit Ausführung der Malware bereits geschehen.



> > Ich schau mir die noch an und schreib was dazu, den Rest darf dann
> > der Help-Center-Service vor Ort umsetzen. Ich bitte um Verständnis,
> dass
> > ich mich an aus meiner Sicht nicht verantwortbaren Ratschlägen nicht
> > beteiligen bzw. sie nicht begleitend supporten werde.
>
> Markus, ich hoffe wirklich, dass du mir nicht böse bist, dass ich zum help
> centre gegangen bin.

Wieso \"böse\"? Dazu hätte ich kaum das \"Recht\". Unabhängig davon sind einfach klare Entscheidungen notwendig. Das ist im Kleinen wie auch im Großen in diesem Fachbereich so - Zitat:

Ich bin Firewall-Admin. Mein Chef verlangt, daß eine bestimmte Kommunikation durchgeführt wird, obwohl es gegen das Sicherheitskonzept der Firma verstößt. Was soll ich tun?
Kündigen.
Deine Arbeitsaufgabe ist es, genau diese Kommunikation zu verhindern. Dazu benötigst die Mittel (LART), diese Vorgaben auch umzusetzen.
Fehlen Dir diese Mittel gegenüber irgendeiner Hierarchieebene, so hast Du einen Posten, auf dem Du verheizt werden sollst.
Dein Kopf ist es, der rollt, wenn etwas passiert.
Wirst Du für das Risiko, auf mindestens zehn Jahre in diesem Beruf keinen Job mehr zu bekommen, ausreichend entlohnt?
Denke daran: Die Firma betrachtet Dein Gehalt als Versicherungsprämie für einen Schadensfall. 



Zitat Ende. Für mich bedeutet dies im Kleinen, dass ich weiß, dass Dieses oder Jenes oft nur unzureichend umgesetzt oder kommuniziert wird, gleichzeitig aber auch, dass es unmöglich und zeitlich nicht sinnvoll ist, in der Freizeit überall \"hinterhzuverbessern\".


> Im Nachhinein fühle ich mich, als ob ich das Geschenk
> deiner Hilfe mit Füßen getreten hätte.

Ach wo. Wichtig ist für Dich, dass Du die für Dich richtigen Enscheidungen triffst.


> Ich wollte dich dadurch bestimmt
> nicht übergehen, sondern dir Arbeit ersparen, da du dich ja schon 14
> stunden lang um mich gekümmert hattest. Ich wäre dir dankbar, wenn du mir
> noch weiter helfen könntest, damit ich mich nicht mehr der Gnade der Typen
> im help centre aussetzen muss, habe allerdings Verständnis dafür wenn du
> sagst, dass dich das nichts mehr angeht.

Wie gesagt - vielleicht wissen andere dort mehr oder gehen solche Probleme auf weiteren Ebenen an. Stichwort Ursachenanalyse- bzw. Information in Richtung der/des Betroffenen. Dass gerne gelöscht und dies dann als verlässliche Lösung \"verkauft\" wird, ist leider verbreitet. Hin und wieder mag es funktionieren, und es sind wirklich alle Schädlinge \"runter\". Man sollte dann aber den Betroffenen auch dazu sagen, wie verlässlich so eine Auskunft ist. Vor allem dann, wenn sie a) Onlinetransaktionen über das System abwickeln und b) sogar nachweislich eine darauf ausgerichtete Malware auf dem System aktiv war.

Von dem Weiterbestehen der dafür mitverantwortlichen Lücken in System und weiterer Software noch gar nicht mal zu reden.

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