Markus schrieb am 28.April.2010, 05:03:37 in der Kategorie pc.security
Ich bin Firewall-Admin. Mein Chef verlangt, daß eine bestimmte Kommunikation durchgeführt wird, obwohl es gegen das Sicherheitskonzept der Firma verstößt. Was soll ich tun?
Kündigen.
Deine Arbeitsaufgabe ist es, genau diese Kommunikation zu verhindern. Dazu benötigst die Mittel (LART), diese Vorgaben auch umzusetzen.
Fehlen Dir diese Mittel gegenüber irgendeiner Hierarchieebene, so hast Du einen Posten, auf dem Du verheizt werden sollst.
Dein Kopf ist es, der rollt, wenn etwas passiert.
Wirst Du für das Risiko, auf mindestens zehn Jahre in diesem Beruf keinen Job mehr zu bekommen, ausreichend entlohnt?
Denke daran: Die Firma betrachtet Dein Gehalt als Versicherungsprämie für einen Schadensfall.
Zitat Ende. Für mich bedeutet dies im Kleinen, dass ich weiß, dass Dieses oder Jenes oft nur unzureichend umgesetzt oder kommuniziert wird, gleichzeitig aber auch, dass es unmöglich und zeitlich nicht sinnvoll ist, in der Freizeit überall \"hinterhzuverbessern\".
> Im Nachhinein fühle ich mich, als ob ich das Geschenk
> deiner Hilfe mit Füßen getreten hätte.
Ach wo. Wichtig ist für Dich, dass Du die für Dich richtigen Enscheidungen triffst.
> Ich wollte dich dadurch bestimmt
> nicht übergehen, sondern dir Arbeit ersparen, da du dich ja schon 14
> stunden lang um mich gekümmert hattest. Ich wäre dir dankbar, wenn du mir
> noch weiter helfen könntest, damit ich mich nicht mehr der Gnade der Typen
> im help centre aussetzen muss, habe allerdings Verständnis dafür wenn du
> sagst, dass dich das nichts mehr angeht.
Wie gesagt - vielleicht wissen andere dort mehr oder gehen solche Probleme auf weiteren Ebenen an. Stichwort Ursachenanalyse- bzw. Information in Richtung der/des Betroffenen. Dass gerne gelöscht und dies dann als verlässliche Lösung \"verkauft\" wird, ist leider verbreitet. Hin und wieder mag es funktionieren, und es sind wirklich alle Schädlinge \"runter\". Man sollte dann aber den Betroffenen auch dazu sagen, wie verlässlich so eine Auskunft ist. Vor allem dann, wenn sie a) Onlinetransaktionen über das System abwickeln und b) sogar nachweislich eine darauf ausgerichtete Malware auf dem System aktiv war.
Von dem Weiterbestehen der dafür mitverantwortlichen Lücken in System und weiterer Software noch gar nicht mal zu reden.