> > Aber macht ja nix, bisher ist es ja noch nicht hieb- und stichfest
> > bewiesen, dass Phthalate schädlich sind. Also kein Problem weit
> und
> > breit.
>
> Sagen wir mal so: Die Wahrscheinlichkeit, dass sich der Mensch diesen
> drastisch veränderten Bedingungen anpassen kann, sinkt und sinkt.
Aber solange das keiner
beweisen kann, wird munter weitergemacht. Dasselbe in Grün gibt\'s ja auch bei der kaum gebremsten Nachfrage an fossilen Rohstoffen und dem vermuteten Klimawandel. Und damit meine ich keine Radikallösungen à la \"Autos verbieten\" oder \"alles sofort auf regenerative Energien umbauen\", sondern ein allmähliches Wegsteuern von schädlichen Energiegewinnungsarten sowie den mit billiger Energie verbundenen schädlichen Lebensweisen.
> > Hör\' ich da jemanden La Paloma pfeifen? Muss ein Marketing-Experte
> > sein. 
> >
> Du meinst
> sowas?
Jein. Das ist ein
Techniker. Der hat andere Vor- und Nachteile als ein fachidiotischer Kaufmann oder ein (auch fachidiotisch geprägter) Marketing-Experte. Die nicht-fachidiotisierten Exemplare sind hingegen meistens ganz nützlich für die Gesellschaft. (Willkommen in
meiner Alltagsfrustwelt!

)
> Wir haben Umwelt- und Arbeitsschutz. Und
> letzteres ist eine absolute Reißleine, in großen Unternehmen zumindest. Da
> gibt es Grenzen und die sind nicht wegzudiskutieren.
Kommt aber auch drauf an, wie man mit sowas umgeht. Außerdem kosten auch Gesundheitsschäden durch Phthalate unsere Gesellschaft etwas. Ich rechne damit, dass wir irgendwann mal definitv \'rausfinden, dass diese und andere Stoffe doch nicht ganz so unbedenklich sind, wie wir glaubten und z.T. noch glauben. Ich sach\' nur Holzschutzmittel und Dämpfe...
Wann immer man ohne große Probleme als Verkaufender an sowas sparen kann (und es nicht allzu illegal tut), muss nur ein einziger (größerer) Hersteller damit anfangen. Den Rest regeln die Kräfte des Marktes über die Konkurrenz, die ja für den Verbraucher immer nur Gutes hat, weil sie stets die Preise senkt.
> > Nicht nur, dass ich nach
> > Möglichkeit noch ohne Spritverbrauch zum Einkaufen geh\', nein,
> ich
> > versuche auch noch, nicht nur nach Preis einzukaufen. Ich glaub\', ich
> > stell\' mich jetzt gleich in \'ne Ecke und schäm\' mich, im Namen des
> > deutschen Volkes, vertreten durch Herrn Brüderle...
> >
> Ich glaube, das versuchen viele, schaffen es aber nicht in letzter
> Konsequenz und es sind auch zu wenige
!
Sprichst Du vom \"besseren Einkaufen\" oder vom Eckestehen?
Nun, auch meine \"Effizienz\" beim umweltverträglichen Einkaufen ist begrenzt. Und Preisvergleiche sowie andere Überlegungen vor\'m Kauf kann ich auch nicht dauernd machen, weil ich außer Einkaufsplanung eben noch andere Dinge im Leben tun muss. Aber ein Bißchen was ist immer noch besser als gar nix.
> Klares Votum, ob nun besserverdienend oder Hartz IV, die Botschaft lautet:
> Ich habe ZUVIEL Geld.
... relativ zur geringen Laufbereitschaft sowie dem Umwelthintergedanken zumindest.
> > derzeit
> > noch etwas durcheinandergewirbelt von der Sendung \"Let\'s make money\",
> die
> > letzte Woche in der ARD lief. Im Prinzip ähnlicher Mist aus der
> > Finanzbranche; da wissen viele, dass ihre Handlungen sehr problematisch
> bis
> > schädlich sind, aber sie machen weiter. Unter anderem auch, weil das
> System
> > sie wohl über 10 Ecken dazu zwingt (oder zumindest sehr stark in eine
> > bestimmte Richtung drängt).
>
> Zwingt? Sie haben das System erfunden und installiert!
Ich meinte eher diejenigen, die wirklich \"kleine Lichter\" sind und sich nur schon mal fragen, wem dieses System wirklich nützt - um dann zum Schluss zu kommen: Der Menschheit im Allgemeinen jedenfalls nicht, nur einigen wenigen. Und diese \"kleinen Lichter\" haben\'s nicht erfunden (egal ob Schweizer oder nicht

).
> Wer Milliarden damit macht, die
> Reis- und Erdölbestände der Welt 20x am Tag zu kaufen und verkaufen, ist
> ein echter Künstler. Der allerdings von der Bühne vertrieben werden sollte,
> da sein Werk weder der Erbauung noch dem Wohlbefinden des gemeinen Bürgers
> dient.
So seh\' ich das auch. Überhaupt ist das eins der wichtigsten Probleme dieses Systems: Es nutzt den meisten Menschen gar nicht so viel. Ja, es ist häufig besser als gar nichts, aber das heißt nicht, dass es schon das Optimum ist.
Immerhin haben
das schon mal viele Leute erkannt. Das wäre dann der erste Schritt hin zu einer möglichen Verbesserung des Systems - dumm nur, dass die Politik die Chance verstreichen ließ. So um Herbst 2008 herum hätt\' man handeln sollen, damals hätte man das Volk hinter sich gehabt, und so manch ein Finanzjongleur war wenigstens noch gut genug geschockt, um sich nicht gleich reflexhaft querzustellen.
Aber viel Handeln, das liegt unserer Bundeskanzlerin wohl nicht.

Außer im Sinne von \"Geld machen mit Handel\".