Umdenken
Nachdem ich meine ersten Schritte unternommen habe, mich wohnlich einrichtete (Firefox, Thunderbird), kam mir in den Sinn, daß ich ja völlig ungeschützt im Netz unterwegs bin. Da fehlt ja irgendwie noch ein Virenscanner oder sowas ... hm ...

... Antivir gibt\'s auch für Linux, ABER: das braucht man garnicht, der erkennt sowieso nur Windows-Viren

War aber eine schöne Übung, ein Fremdpaket zu installieren
Zwischenspiel
Blöderweise verabschiedete sich nun meine Festplatte (Hardware-Schaden), und so begann das Ganze nochmal von vorne, diesmal aber wesentlich zügiger.
Erste echte Hürde
Was sich nun als ein wirklich ernsthaften Problem herausstellte, war die 3D-Unterstützung meiner ATI-Grafikkarte (Radeon 9600). Da hab ich dann doch ein paar Tage dran rumgefummelt, bis ich letztlich mit der manuellen Treiberinstallation zum Erfolg kam. Zuvor viel in Foren/Wikis gelesen und diverse Lösungen erfolglos ausprobiert ...
Dabei sind mir zwei Dinge aufgefallen: 1. man findet wirklich zu jedem Kram irgendwelche Wikis/HowTos etc. und 2. übt gerade solches Treibergefummel ungemein den Umgang mit dem Terminal bzw. dem Kennenlernen der Dateistruktur und den Befehlen. Nicht, das ich das jetzt alles sicher beherschen würde, aber zumindest stellt sich schon nach kurzer Zeit ein \"Aha\"-Gefühl ein
Spielen unter Linux
Um es auf den Punkt zu bringen: Es geht einiges, aber nicht alles. Wer in erster Linie seinen PC zum Spielen nutzt, ist mit Linux nicht wirklich gut beraten.
Von den in den Paketquellen schon vorhandenen Spielen überzeugen mich nur wenige (Kartenspiele, Reversi etc. sind sicherlich klasse, aber nicht mein Fall). Alles wirkt optisch ein wenig \"selbstgemacht\", eben abgespeckte Freeware-Clones bekannter Spielprinzipien.
Interessanterweise finden sich zahlreiche Ego-Shooter (zumeist überwiegend für Online-Spiele ausgelegt), die man problemlos eimbinden kann. Direkt in den Paketquellen vorhanden ist Nexuiz, Cube und Cube2 lassen sich nach dem Download direkt starten, Quake- und Unreal-Clones laufen anscheinend ebenfalls problemlos (nicht probiert).
Windows-Spiele lassen sich entweder mittels \"Wine\" (dem Windows-Simulator) oder dem kommerziellen \"Cedega\" betreiben. Dies dürfte wohl auch langfristig noch mein weiteres Forschungsgebiet werden, erste Versuche (zB. mit Stronhold2) schlugen bisher fehl ...
Was noch fehlt ...
Bisher noch nicht eingerichtet bzw. ausprobiert habe ich meinen Drucker. Ob es dabei zu Problemen kommen wird, kann ich mir jedoch nicht wirklich vorstellen, mal abgesehen davon, daß die komfortable Canon-Drucker-Software für Windows hinfällig ist

Auch Hardware-Änderungen habe ich bisher nicht vorgenommen und insofern keine Ahnung, was sowas für Auswirkungen haben könnte. Aber mal ehrlich: wie oft wechselt man seine CPU oder das Mainboard oder die GraKa?
Abschlußwort
Ich werde bei Ubuntu bleiben. Bisher ging alles, was ich machen will und/oder muß, entweder auf Anhieb oder nach kurzer Fummelei.
In der neuen Version (ab April 2007) wird standardmäßig ein 3D-Desktop integriert sein. Was man schon jetzt sehen kann (und eigentlich auch jetzt schon nutzen könnte, ist halt nur noch nicht offiziell unterstützt), stellt Vista komplett in den Schatten
Und nächstes Jahr schreibe ich dann meinen ersten Langzeit-Erfahrungsbericht