So, ich antworte jetzt, ohne all die anderen Antworten zu lesen (ist mir zu aufwändig). Sorry. Aber ich hoffe, ich kann trotzdem mit Erfahrungsbericht ein wenig helfen.
Vor ca. 2 Jahren hab ich mir einen Diascanner angeschafft, um unter 300 Euro. Und zwar diesen hier: Plustek OpticFilm 7500i SE (damals noch ohne SE)
Hier ein Link zu Geizhals: http://geizhals.at/deutschland/a279764.html
Er schafft eine Auflösung von 7200 x 7200 pixel. Diese ist aber völlig unnötig, da die Dias ohnehin viel zu grobkörnig sind. Bei voller Ausnützung würde jedes Dia als tif dann auch ca. 72 MB groß ...
Nach etwas Probieren habe ich mich für eine Auflösung entschieden, die etwa einer 8 MP-Kamera entspricht. Aber auch hier sind noch viel zu viele Körnungs-Artefakte vorhanden, die man höchstens auf Kosten der Schärfe wegbekommt.
Da würde auch ein teurer Profi-Scanner nichts nutzen. Dieser hier ist qualitativ zwischen Billidsdorfer und Profi-Segment angesiedelt. Ca. 3000 Dias hab ich schon eingescannt - mit steigender Qualität. Es ist nämlich viel Übung erforderlich, und man muss sich auch Zeit nehmen, im Bedarfsfall für jedes Bild einzeln die richtigen Einstellungen (Farbstich, Helligkeit, ....) zu finden, damit ein halbwegs \"fertiges\" Scanergebnis entsteht.
Der springende Punkt scheint nämlich nicht der Scanner an sich zu sein, sondern die Software, mit der man die Bilder gleich beim Scannen bearbeitet. Speziell bei alten, verfärbten Dias (wie meinen geerbten aus den 1960er-Jahren) ist da viel Einstellarbeit nötig. Nachträgliche Bearbeitung mit einem Bildbearbeitungsprogramm bringt nämlich viel höhere Qualitätseinbußen, weil das Scan-Programm mit 16-bit arbeitet und dann mit 8-bit speichert.
Diese SilverFast-Software wurde/wird bei diesem Scanner mitgeliefert. Und sie bringt auch relativ gute Ergebnisse, auch bei fast kaputten Dias, wenn man die Möglichkeiten nützt und nicht nur alles im Automatik-Modus laufen lässt.
Meines Erachtens ist die relative Langsamkeit beim Scannen selbst Nebensache, weil ohnehin die meiste Zeit fürs Einstellen und/oder Nachbearbeiten draufgeht.
Auch nach 3000 Dias bereue ich die Kaufentscheidung nicht.

Vieles ist aber sicher auch persönliche Ansichtssache - welchen Kompromiss man schließen will. (Leistung, Preis, eigene \"Mitarbeit\", ....)
Peggy
PS: Die wichtigste Rettungsaktion für die alten Dias war übrigens das Entfernen der Glasrähmchen! (Das machte ich schon vor etlichen Jahren, teilweise aber auch schon zu spät ...)