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Nachricht aus dem Archiv

Tommyviech schrieb am 30.July.2010, 06:58:41 in der Kategorie pc.security

OT

> > Da hätte es auch eine östlich(st)e aus`m Katalog getan, oder?
>
> Tscha, nach dem, was ich da so an Beiträgen mitgekriegt habe, wäre das
> sowieso die einzige Möglichkeit. Ausserdem bringen die - wenn er Glück hat
> - die nötige Unterwürfigkeit mit. ;-)

Mit Unterwürfigkeit hat das nichts zu tun. Eher mit \"echter\" Augenhöhe.
Wenn heute Männer Ktalogfrauen bestellen hat das 2 Gründe:
a) Entweder ist der Mann nicht so gut bemittelt (Job/Aussehen/Vermögen/Wohnung/Auto und andere Statussymbole usw.) dass er bei dem Anspruchsdenken, das mittlerweile auf Frauenseite herrscht (und zwar bar jeder Selbstreflexion ihrerseits) keine Chance hat, eine halbwegs vernünftige abzubekommen.
Oder
b) Der Mann hat ganz einfach die Schnauze voll vom feministscher Girly-Anspruchsdenke und Ponyhofmentalität westlicher Frauen, bei der er den Deppen für sie mimen kann. Ich kenne einige Leute, die wirklich was auf dem Kasten haben, nett sind, aber einfach keinen Bock auf Heiraten und dergleichen haben. Die bleiben lieber glücklicher Single mit wechselnden Bekanntschaften.

Wobei wir wieder bei den \"Katalogen\" wären:
Diese \"Katalogfrauen\" sind nämlich noch nicht so feministisch-girlyhaft versaut. Mattussek hat das bereits vor 12(!) Jahren treffend formuliert:

\"Fest steht, daß Frauen zunehmend beziehungsunfähiger werden: Fast drei Viertel aller Scheidungen werden heutzutage nach relativ kurzer Ehedauer von Frauen eingereicht, was ihnen entsprechend leicht fällt, denn die Zeche bezahlt in der Regel der Mann.

Dieser Statistik zufolge schaffen es Frauen offenbar immer seltener, jenes Maß Konfliktfähigkeit und Loyalität zu entwickeln, das zu einer erwachsenen Partnerschaft, gar zum Aufbau einer Familie gehört.

Bestätigt wird dieser Befund beispielsweise durch Psychologen der Universität Washington, die jüngst das Ergebnis einer Langzeituntersuchung präsentierten: Das beste Mittel heutzutage, eine Ehe zu erhalten, sei es, der \"Frau zu gehorchen\". Natürlich ist das ein verheerender Befund. Die moderne Frau als verwöhnter Infant, der bedingungslose Gefolgschaft fordert - kein Mann, der noch alle Tassen im Schrank hat, macht das auf Dauer mit.

Allerdings wird er sich in Zukunft weit besser absichern müssen als bisher. Denn die Rachemittel, die der Gesetzgeber bei männlicher Unbotmäßigkeit in Frauenhand gelegt hat, sind fürchterlich. \"Zahlen soll er, bis er wimmert\", empfiehlt \"Cosmopolitan\" für solche Fälle. \"Die Daumenschraube läßt sich lustvoll anziehen, immer gnadenloser.\"

Wie ist es dazu gekommen? In 30 Jahren männlicher Schuldzerknirschung und weiblichen Lobbyismus\' scheinen schmollende Wohlstandskinder herangewachsen zu sein, die sich, nach einem Frauenbestseller, \"böse Mädchen\" nennen und Raffgier und Launenhaftigkeit zum Befreiungsprogramm stilisieren. Ihnen haben Staat und Männer jeden Wunsch von den Augen abzulesen. Tun sie es nicht, sind sie Frauenfeinde.\"


Leider gibt es immer noch männliche Lila Pudel, die meinen, sich dem Feminismus anbiedern zu müssen. Siehe Koidls \"Scheißkerle\". Aber auch da gibt es Rezensionen, die ins Schwarze treffen:
http://www.berlinerliteraturkritik.de/detailseite/artikel/scheisskerle.html
Zitat:
\"Suchen viele Frauen mit zwanzig noch unter der Vorgabe „neuwertig“ einen Partner, so sind sie mit dreißig mit „mängelfrei“ zufrieden. Aber was ist dann mit vierzig und wie weit kann man sein Anspruchsdenken reduzieren? Kommen irgendwann nur noch Campingwagenfahrer, Frührentner und Weiße-Tennissocken-Träger als Partner in Frage? Das Ergebnis einer derartigen Zukunftsbetrachtung ist nackte Panik. Optionen werden geprüft und enden bei der Alternative „Vernunft“, das heißt, man evaluiert die denkbaren Möglichkeiten einer konzeptionell angelegten Zweisamkeit. Bei meiner Freundin Bea lief das darauf hinaus, dass sie eines Tages, enttäuscht von ihrer großen Liebe, aus dem Hotelzimmer in die Halle eines Tagungshotels lief und einen zwanzig Jahre älteren Verehrer anrief, den sie als Kunden aus dem beruflichen Umfeld kannte. Bis dato war er ihr als zu alt, nicht passend und wenig attraktiv erschienen. Verliebt war sie sowieso nicht, von Begehren ganz zu schweigen. Nach Jahren des Werbens wurde der Mann nun aber erhört und bereits drei Wochen nach dem Telefonat geheiratet. Heute, fast zehn Jahre später, beruhigt sich Bea mit typischen Floskeln. Es gebe zwar keine Leidenschaft, und Sex hätte sie nur mit ihm, um ihm eine gute Frau zu sein, aber er sei ein guter Vater und verlässlicher Ehemann. Zumindest kann er eine Bohrmaschine halten und spielt mit seinem Sohn Fußball. „Ich respektiere ihn“ – damit enden unsere Gespräche über dieses Thema meist, und es bedeutet zugleich so viel wie: „Ich will diesbezüglich nicht weiter in die Tiefe gehen“

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