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Nachricht aus dem Archiv

RoyMurphy schrieb am 28.March.2010, 16:13:14 in der Kategorie verkehr.kfz

Unredliches Angebot & Landstraßen-Bremsmanöver

> ...Aber das, was
> da beschrieben ist, hört sich an wie ein modifiziertes Navigationssystem:
> Wenn per GPS-Abfragen festgestellt wird, dass der Wagen zu schnell fährt,
> kriegt der Fahrer einen Anschiß. Nun, diese Funktion ist in Vadderns Navi
> auch mit drin, und von irgendwelchen Verboten war da nix zu lesen.

Hallo baeuchlein,

dieses Antiradar- und Photografier-Gesetz ist genauso daneben wie das Gesetz gegen unerlaubte und unerwünschte Telefonwerbung (mit der Pflicht zur Rufnummernanzeige), da bei beiden Verstöße nur nach dem Zufallsprinzip geahndet werden können.

> Also, ich verwende auch lieber den grauen Tempomaten in meinem
> Schädelinneren zur Tempobegrenzung.

Mein \"grauer Tempomat\" ist halt weniger schildergläubig, v.a. auch angesichts der häufig waldmäßig aufgeforsteten und auch bei Schrittgeschwindigkeit kaum verinnerlichbaren Vermassung, sondern auf zügiges und möglichst geräuscharmes Fortkommen bei weithin freiem Verkehrsraum gerichtet.
Zu unserem Stadtteil führt eine vierspurige und ca. 2 km lange Auffahrt ( nur Verkehrsstraße ohne Anlieger und nur 4 ampelgeregelten Einmündungen/Kreuzungen) mit bis zu 8% Steigung. Wenn ich die mit 100km/h im 5. Gang hochfahre, sind das Fahrgeräusch und der angezeigte Verbrauch wesentlich geringer als wenn ich im 3. Gang mit 50km/h hinter der Schaftrottelschlange herzockle.
Außerdem genießt der Linksspurpulk mit 100 meistens eine \"Grüne Welle\", während es rechts mit 50 nur ein Stop-and-Go-Gezockel mit den üblichen Anfahrschläfern gibt.

> Staugefahr könnte allerdings stimmen, jedenfalls für die Stellen, an denen
> von Tempo 100 auf Tempo 80 heruntergegangen wird. Aber dann müsste sich ja
> an jeder Autobahnausfahrt und an allen Ortseingängen bundesweit ein Stau
> bilden, und den hab\' ich bis heute nicht gesehen.

Genauso habe ich es vor Jahren schon auf einer Fahrt nach Bonn eines Montagvormittags erlebt: Wegen kurz aufeinanderfolgender Ausfahrten bzw. Einmündungen war ein ganzer Autobahnabschnitt geschwindigkeitsbeschränkt, obwohl nur auf der Autobahn nennenswerter Verkehr herrschte. Nach kilometerlangem Zähverkehr mit Stillstand, LKWs auf rechter und linker Spur und entsprechend nervösen Spurwechslern löste sich die gefährliche Situation nach Aufhebung des Tempolimits minutenschnell auf.
Hie und da gibt\'s ja Verkehrsleitsysteme mit flexiblen Anzeigen, aber flächendeckend wären sie beim heutigen täglichen Verkehrsaufkommen dringend nötig. Bloß heißt es dann immer wieder, zur Einrichtung fehle das nötige Geld, weil Kfz-, Mineralöl- und Autobahnbenutzungssteuer (Maut) andere Haushaltslöcher stopfen müssten, von der straßenverkehrsbezogenen Mehrwertsteuer mal ganz zu schweigen.

P.S.: Unser neues Samsung Smartphone checkt die Fahrstrecke im Navimodus auch auf \"Pass-auf\"-Stellen, die auf der Karte und durch einen Piepton angezeigt werden. Im Stadtverkehr gewinnt dann der Satz: \"Bei mir piept\'s wohl,\" eine ganz eigene Bedeutung.
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