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#396269

RoyMurphy

Tübingen,
18.04.2016, 23:27:27
(editiert von RoyMurphy, 18.04.2016, 23:29:30)

Malwarebytes Newsletter: Data in the Cloud? (ed) (pc.security)

Hallo am späten Abend,

nachdem Malwarebytes Antimalware immer noch was findet, wenn andere Sicherheitsscanner den PC bereits als "clean" befinden, habe ich den einschlägigen Newsletter abonniert.
Leider offenbar bislang nur in englischer Sprache erhältlich, werden doch brisante Themen angesprochen und ausführlich dargestellt.

Heute: Should you store your data in the cloud?

Zwar habe ich Accounts mit Cloud, aber immer dann, wenn ich "die Taube fliegen lassen" will, speichere ich lieber auf einem für mich physisch greifbaren Medium.

Und wie geht's euch damit - beruflich oder privat?

--
--------------------------------------------------------------------------
 :-) Grüße aus Tübingen

Reinhard


> Ein Fortschritt muss sich erst einmal als ein solcher herausstellen.
> Die Tradition hat sich längst bewiesen. Sie ist die bessere Lebensgrundlage.
Sophia Loren

#396277

vordprefect zur Homepage von vordprefect

wo karl ruht..,
19.04.2016, 11:43:39
(editiert von vordprefect, 19.04.2016, 11:53:22)

@ RoyMurphy

Malwarebytes Newsletter: Data in the Cloud? (ed)

Hi

> nachdem Malwarebytes Antimalware immer noch was findet, wenn andere
> Sicherheitsscanner den PC bereits als "clean" befinden, habe ich den
> einschlägigen Newsletter abonniert.
> Leider offenbar bislang nur in englischer Sprache erhältlich, werden doch
> brisante Themen angesprochen und ausführlich dargestellt.

Wenn man sich deutsche Magazine anschaut, wird man da auch fündig.
Meine Meinung: Wichtige Daten nie unverschlüsselt in die Cloud ablegen (evtl. mit Boxcryptor, GnuPG, truecrypt)
und nicht auf den Verschlüsselungsfunktion/ algorithmus des Anbieters setzen, wenn er in den USA sitzt (z.B. Dropbox, Google Cloud).

> Heute:
> Should
> you store your data in the cloud?

Und eine Aussage des Artikels:
"You’re not particularly concerned about privacy, then no big whoop. But if you have sensitive data you’d like keep from prying eyes…probably best to store in a hard drive that remains disconnected from your home computer".

=> Hervorhebung (fett) von mir - nix mit Cloud  :devil:

> Zwar habe ich Accounts mit Cloud, aber immer dann, wenn ich "die Taube
> fliegen lassen" will, speichere ich lieber auf einem für mich physisch
> greifbaren Medium.

Das physisch greifbare Medium (z.B. auf Reisen) ist mein Laptop. Da sind die Platten unter Linux verschlüsselt.
USB-Sticks sind ebenfalls mit Truecrypt verschlüsselt (auch wenn manche davon abraten).
Beim Smartphone bin ich gerade dabei, zu schauen, was und wie ich da meine Daten verschlüsseln kann.
(Es werden soviele Smartphones geklaut, da will ich nicht, daß in dem Fall irgendein Typ meine Daten hat).

Die Frage ist, wie definiere ich "Cloud" ?
Jeder Webserver, jeder Webspace, Website ist in der "Cloud". Meine Bildergalerie, gehostet bei einem deutschen Provider, ist auch in der Cloud.
Apple Iphones machen automatische Abgleiche mit itunes usw.
Android Smartphones ebenfalls - nur über Google, wenn man nicht alles abstellt.

> Und wie geht's euch damit - beruflich oder privat?

Ich nutze für mich privat "owncloud" auf meinem Webspace meines Providers. Die Daten kann ich dort verschlüsselt ablegen.
Allerdings synchronisiere ich dort nur Kalendertermine und Kontakte (und nicht über Google). Ich könnte auch Daten hochladen, nur ist das ganze nicht gerade performant (liegt auch an meiner Anbindung).

Alle wichtigen Daten lagern als Backup auf einer externen Platte, die nur temporäre zum Sichern angeschlossen wird. Da der Plattenplatz nicht mehr lange reichen wird, gibts entweder ne zweite externe Platte oder ein NAS.
Wenns ein NAS gibt, werde ich evtl. überlegen über VPN-Zugang das NAS von außen erreichbar zu machen. Backups in der "Cloud" gibts nicht.

Vieles wird wohl durch die direkte Bearbeitung in der Cloud einfacher, da jeder jederzeit Zugriff auf die Dokumente hat (z.B. Office 365 - komplett in der Cloud), aber bei uns in der Firma (noch) kein Thema. Wir sind ein Softwareunternehmen und werden den Teufel tun, Quellcode auf Clouds auszulagern.

Wenn man dann noch sieht, welche Klimmzüge z.B. Microsoft macht um sicherzustellen, daß die Amerikaner keinen "Durchgriff" auf Daten deutscher Firmen haben und die Server unter deutscher Rechtsprechung stehen, damit deutsche Firmen ihre Daten bei Microsoft in die Cloud stellen, dann ist das fast schon schizophren. Datentreuhänder" für die Microsoft Cloud Server ist die Telekom - Technik kommt von Microsoft

Nachtrag: Empfehlungen des BSI

P.S.
Vielleicht bin ich wieder ein Stück paranoider, aber ich habe gerade das Buch von Glen Grenwald (Globale Überwachung) gelesen und diese Informationen
in geballter Form geben einem (wieder) zu denken.

--
lg,
volker

so long and thank you for the fish >~°>

me@PPG

#396615

Pixel64 zur Homepage von Pixel64

Leonberg,
26.04.2016, 21:31:01

@ RoyMurphy

Malwarebytes Newsletter: Data in the Cloud?

> Und wie geht's euch damit - beruflich oder privat?

Zwar spät: aber darauf wollte ich die Tage schon mal antworten, weil es ein ziemlich spannendes Thema ist. M.E. gibt es da so für den Consumer-Bereich die Vorstellung von "Cloud", dass es eben eine Art Netz-Speicher ist, bzw. so eine Art lokales Netzlaufwerk, welches beispielsweise auch Internet-weit teilbar ist. In etwa so etwas wie Dropbox.
Ich habe für meine Zwecke für mich, Mitmusiker, etc. eine "Owncloud" im Einsatz, über welche diverse Dateien geteilt werden - oder aber auch ganze Dienste zentral abgelegt werden (Kalender, Kontakte, etc.).
Im Geschäft ist "Cloud" dann eher so der Bereich in Richtung Cluster - also Dienste auf verschiedene Server verteilen. Sprich: Ein E-Mail-Server ist nicht mehr nur das eine Hardware-Gerät, sondern läuft verteilt auf einem Verbund (in einer "Cloud"). Ist in Sachen Ausfallsicherheit, Load-Balancing, etc. ziemlich interessant. Es gibt ja auch Datei-Systeme, die einer Cloud ähneln und im Grunde ein Massenverbund von Speicher-Einheiten sind. Das ist auch so das, was ich mir eigentlich unter "Cloud" vorstelle: Eine Art Server-Raid - allerdings nicht Raid auf Basis von Platten, sondern auf Basis mehrerer Maschinen.
NT läuft ja zur Zeit temporär auf einem etwas kleineren Server, da ich meine Infrastruktur, was das hosten angeht ebenfalls ein wenig umbaue und da im Grunde auch ganz leicht in Richtung Cloud setze. Sprich: die Zukunft wird da eine Art Cluster-Verbund verschiedener Virtualisierungs-Server sein, die schon ordentlich Leistung bringen (basierend auf Proxmox/KVM) und diverse Hosting-Seiten werden dann (leistungsfähigere) virtuelle Maschinen sein, die man auch unter den verschiedenen Cluster-Nodes relativ einfach verschieben oder duplizieren kann.

Letztendlich ist es für die Consumer-Clouds immer eine Frage, welche Daten man hier fremden Händen anvertraut. Aus dem Grund nutze ich selbst auch nicht Dropbox für die Daten, die mir selbst irgendwie wichtig sind. Dazu habe ich dann mein eigenes System.
Thema Firefox: Finde ich ebenfalls sehr schick und nützlich, was den Sync-Dienst angeht. Inzwischen (seit Sync 1.5) ist es nicht mehr so einfach - aber auch dieser Dienst lässt sich auf eigenen Systemen betreiben und es gibt dazu auch eine sehr nette Mailing-Liste der FFSync-Entwickler, die jeweils sehr schnell und unterstützend dabei sind, wenn man seinen eigenen Sync-Server aufbaut - der ja mit vertrauten Bekannten auch wieder gemeinsam genutzt werden kann.

Gruß,
Marc

#396626

RoyMurphy

Tübingen,
26.04.2016, 22:35:52

@ Pixel64

Malwarebytes Newsletter: Data in the Cloud?

> > Und wie geht's euch damit - beruflich oder privat?
>
> Zwar spät: aber darauf wollte ich die Tage schon mal antworten, weil es ein
> ziemlich spannendes Thema ist. M.E. gibt es da so für den Consumer-Bereich
> die Vorstellung von "Cloud", dass es eben eine Art Netz-Speicher ist, bzw.
> so eine Art lokales Netzlaufwerk, welches beispielsweise auch Internet-weit
> teilbar ist. In etwa so etwas wie Dropbox.
> Ich habe für meine Zwecke für mich, Mitmusiker, etc. eine "Owncloud" im
> Einsatz, über welche diverse Dateien geteilt werden - oder aber auch ganze
> Dienste zentral abgelegt werden (Kalender, Kontakte, etc.).
> Im Geschäft ist "Cloud" dann eher so der Bereich in Richtung Cluster - also
> Dienste auf verschiedene Server verteilen. Sprich: Ein E-Mail-Server ist
> nicht mehr nur das eine Hardware-Gerät, sondern läuft verteilt auf einem
> Verbund (in einer "Cloud"). Ist in Sachen Ausfallsicherheit,
> Load-Balancing, etc. ziemlich interessant. Es gibt ja auch Datei-Systeme,
> die einer Cloud ähneln und im Grunde ein Massenverbund von
> Speicher-Einheiten sind. Das ist auch so das, was ich mir eigentlich unter
> "Cloud" vorstelle: Eine Art Server-Raid - allerdings nicht Raid auf Basis
> von Platten, sondern auf Basis mehrerer Maschinen.
> NT läuft ja zur Zeit temporär auf einem etwas kleineren Server, da ich
> meine Infrastruktur, was das hosten angeht ebenfalls ein wenig umbaue und
> da im Grunde auch ganz leicht in Richtung Cloud setze. Sprich: die Zukunft
> wird da eine Art Cluster-Verbund verschiedener Virtualisierungs-Server
> sein, die schon ordentlich Leistung bringen (basierend auf Proxmox/KVM) und
> diverse Hosting-Seiten werden dann (leistungsfähigere) virtuelle Maschinen
> sein, die man auch unter den verschiedenen Cluster-Nodes relativ einfach
> verschieben oder duplizieren kann.
>
> Letztendlich ist es für die Consumer-Clouds immer eine Frage, welche Daten
> man hier fremden Händen anvertraut. Aus dem Grund nutze ich selbst auch
> nicht Dropbox für die Daten, die mir selbst irgendwie wichtig sind. Dazu
> habe ich dann mein eigenes System.
> Thema Firefox: Finde ich ebenfalls sehr schick und nützlich, was den
> Sync-Dienst angeht. Inzwischen (seit Sync 1.5) ist es nicht mehr so einfach
> - aber auch dieser Dienst lässt sich auf eigenen Systemen betreiben und es
> gibt dazu auch eine sehr nette Mailing-Liste der FFSync-Entwickler, die
> jeweils sehr schnell und unterstützend dabei sind, wenn man seinen eigenen
> Sync-Server aufbaut - der ja mit vertrauten Bekannten auch wieder gemeinsam
> genutzt werden kann.

Folgender Link führt zwar zu einem bereits 5 Jahre alten Artikel, könnte aber wieder ins Licht der Diskussion rücken:

NAS vs. Cloud - Wohin mit den Daten?

Unser Sohn ist momentan dabei, über die Fritz!Box Storage-Systeme einzurichten und zu testen, ob die diversen Clouds nur noch temporär mit Daten versorgt werden müssen, wenn sie mit Partnern genutzt oder ausgetauscht werden sollen.

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 :-) Grüße aus Tübingen

Reinhard


> Ein Fortschritt muss sich erst einmal als ein solcher herausstellen.
> Die Tradition hat sich längst bewiesen. Sie ist die bessere Lebensgrundlage.
Sophia Loren

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