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#414245 Manche Dinge kann man nicht über's Knie brechen (verkehr.kfz)

verfaßt von baeuchlein, 02.08.2017, 20:23:30

> . Langfristig
> > darf es dann aber tatsächlich nur Ausnahmen geben, wenn irgendwas
> Wichtiges
> > wirklich nur mit Dieselmotor geht.
>
> Sorry...aber da bin ich anderer Meinung. Wenn der Staat meint, dass
> Dieselmotoren gesundheitsschädlich sind, denn darf es auch keine Ausnahmen
> geben. Keine LKWs, keine Busse, keine Handwerksbetriebe.
> Ich fahre selbst Diesel, allerdings EURO 6. Ich fühle mich bereits jetzt
> enteignet. Erkläre mir mal, warum es Ausnahmen geben soll...

Das kannst du oben schon in Ansätzen nachlesen. Es hilft aber nur, wenn man erstens selber nachdenken kann und zweitens nicht unbelehrbar und allwissend wie ein Taliban daherkommt.

Mit "etwas Wichtiges" meinte ich Dinge, die durchaus Leben schützen, retten, bewahren usw.. Da muss man dann sinnvoll abwägen, wofür man dann Ausnahmen machen kann und wie lange sie gelten sollen. Ferner bist du derzeit nicht "enteignet", oder hat man dir deinen geliebten Euro-6-Diesel schon weggenommen oder ein Fahrverbot dagegen verhängt?

Auch sonst haben wir um uns herum viele Dinge, die positive und negative Wirkung haben. Viele Kunststoffe z.B. gasen Weichmacher aus oder haben andere schädliche Nebenwirkungen. Sie werden aber auch in der Medizin genutzt, z.T. für sowas wie Dialyse. Da, wo sie dann nicht durch andere Materialien ersetzt werden können, kannst du dann nur entscheiden, wie viele Personen laut Statistik in einem bestimmten Zeitraum sterben müssen und woran (an Kunststoffen oder eben dem Verzicht darauf). Hier muss man dann abwägen.

Bei Autos ist das nicht so einfach, aber auch da muss man sich überlegen, was denn wirklich passiert, wenn man par Ordre de Mufti mal eben alle Dieselfahrzeuge verbietet, weil die gesundheitsschädlich sind. Natürlich müssen dann auch alle anderen motorbetriebenen Fahrzeuge verboten werden, denn entweder stoßen sie selber Schadstoffe aus, oder aber die Kraftwerke, die diese Fahrzeuge mit Strom versorgen.

Das würde dann eine Welt ohne Krankenwagen, Rettungshubschrauber usw. usw. bedeuten, und schon das wäre nicht so toll, wie es sich manche Träumer vorstellen. Und wenn man dann noch überlegt, was das für unser auf solchen Fahrzeugen aufbauendes Wirtschaftssystem bedeutet, wird es noch schlimmer. Direkt würden durch ein Verbot der Nutzung solcher Fahrzeuge durch die Wirtschaft zwar keine Leute ums Leben kommen (evtl. sogar diverse Leute pro Jahr weniger), aber indirekt würde es wahrscheinlich u.a. zu teureren Medikamenten oder allgemein im Alltag höheren Preisen führen. Da hängen bestimmt noch Leben dran.

Und deswegen glaube ich, dass man solche Veränderungen nicht über's Knie brechen sollte, sondern in einem vernünftigen Tempo. Auf Dauer sollte man sich nicht mit einem Gerät abgeben, was Lebewesen schädigt - aber es kann eine lange Zeit vergehen, bis man ein Gerät auch nur annährend problemfrei hinkriegt. Außer in den Köpfen irgendwelcher verträumter Spinner und verbohrter Idioten, die meinen immer, es ginge alles und in fünf Sekunden.

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