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#410215 Ich glaube, du unterschätzt da was. (pc.windows)

verfaßt von baeuchlein, 26.03.2017, 19:49:49

> > Es wundert mich zwar auch, dass manche gar keine weltbewegenden
> > Probleme haben, andere dagegen überhaupt nichts mehr mit ihrem komplett
> > unbrauchbaren System anfangen können, aber erstens hatte ich selber auch
> > schon mal so'n Rätsel, und zweitens könnte die heutige Komplexität von
> > Hard- und Softwarewelt auch zu diesen sehr unterschiedlichen Ergebnissen
> > beitragen.
>
> Ich glaube, das ist so eine Kopfsache. Wenn man von Vornherein negativ
> eingestellt ist und sowieso nicht von "seinem" System weg will, findet man
> natürlich das Haar in der Suppe und das ist dann das absolute no go und man
> kommt nicht umhin ständig darüber zu schimpfen.

Das war nicht das, was ich meinte. In einem Link in jenem Blog konnte man auch zur Aussage von jemandem kommen, dessen Rechner wohl tatsächlich kaum noch zu gebrauchen ist, weil irgendwas in neuen Updates wohl das System instabil macht. Wobei ich jetzt natürlich nicht weiß, wie repräsentativ das jetzt ist. Aber es hat ja auch früher schon Vorfälle gegeben, bei denen der Rechner nicht mehr booten wollte. Gefühlt (für mich zumindest) nimmt das zu, aber da kann ich mich auch irren. Ich befürchte aber, dass es nicht so ist.

Jedenfalls sind diese Dinge nun wirklich ernsthafter als nur eine neue Funktionalität einer Oberfläche, die jemandem nicht passt, oder sowas in der Art.

> > Dann würgt man halt die
> > Updates ab und freut sich, dass das System "einfach läuft". Denn
> > dafür hat man es sich gekauft - nicht dafür, ständig
> irgendwelchen
> > Update-Zirkus zu haben, weil das angeblich für mehr Sicherheit sorgt
> (wovon
> > Otto Normal-User aber erst mal nix merkt).
>
> Die Updates sind mittlerweile weitgehend kumulativ, sie kommen vielleicht
> 1-2 mal im Monat. Wie gesagt, Jammern auf hohem Niveau. Weil die kommen
> natürlich genau dann, wenn man es grad nicht brauchen kann

Das Niveau hängt vom Betroffenen und der Situation ab.

Zunächst mal geht das ja noch, solange man eben doch noch selber festlegen kann, wann die Updates ausgeführt werden und wann nicht. Je mehr das aber von Seiten Microsofts verweigert wird, desto unzuverlässiger wird das System Rechner & Windows. Wenn tatsächlich der Benutzer gar nicht mehr entscheiden kann, wann ein Update ihm gerade nicht passt, dann kommen garantiert immer wieder welche, wenn man es nun wirklich gerade nicht brauchen kann. Meinen aktuellen Laptop hatte ich eigentlich mal auch gekauft, um damit ggf. mal Vorträge halten zu können. Man stelle sich mal vor, genau in diesem Moment ginge das Update-Monster los und ließe sich auch nicht abstellen. "Tja, meine Herren, machen wir doch mal 'ne halbe Stunde Pause. Sie wissen ja, die heiligen Updates..." Wir sind noch nicht so weit, aber dicht dran - IMHO.

Die letzten anderthalb Jahre haben mir außerdem ganz deutlich gezeigt, dass ich bei jedem Update fest damit rechnen muss, dass hinterher das System gar nicht mehr läuft oder aber irgendwas Sinnloses tut und dabei einen Höllenlärm mit dem Lüfter des Rechners veranstaltet. Das waren auch so Dinge, die erst nur bei Vista und Win7 auftraten, später aber auf einmal auch von Win10-Benutzern gemeldet wurden. Und Microsoft hat lange Zeit über gar nicht erkennbar drauf reagiert.

Und wenn ich sage, dass mittlerweile ca. 75% der Updates (bei mir) funktionieren, dann heißt das aber dennoch, dass bei etwa jedem zweiten "Patchday" (wo ich meistens 2-4 Updates angeboten bekomme, incl. des kumulativen Hauptbrockens) irgendwas schief geht. Das hat zwar bisher nicht dazu geführt, dass das System unbrauchbar geworden wäre, aber bislang klemmte dann das Updaten mindestens wieder so lange, bis ich ein Backup von vor dem Problem zurückholte und so lange herummurkste, bis das Installieren aus irgendeinem mir nicht bekannten Grund wieder ging. Von alleine hat Windows bei mir nämlich kaum jemals erneut versucht, die ach so wichtigen Updates nochmal zu installieren. Und selber "anstoßen" konnte ich diesen Vorgang auch nicht (Win7 - keine Ahnung, wie's mit Win10 aussieht).

Dass ich hingegen immer mal wieder mit sehr alten Systemen umgehe, die prinzipiell ins Internet können (mit denen ich da aber nicht selber was mache), wo aber nur äußerst selten erkennbare Sicherheitsprobleme auftreten, zeigt, dass die Update-Hysterie durchaus grassiert. Mit einem Windows XP würde ich sowas zwar auch nicht mehr machen, aber mit anderen Systemen geht das, allen Unkenrufen zum Trotz. Auf Dauer halte ich es zwar für zu bedenklich, aber das große Geschrei gegen sowas halte ich dann nicht für Jammern, sondern sogar schon Schreien auf hohem Niveau. Und im Gegensatz zu vielen anderen Zeitgenossen mach' ich mir ja sogar noch Gedanken über sowas - andere benutzen einfach ihren alten Krempel weiter, egal wie erkennbar baufällig das alles schon ist. Ich halt' mein Zeug wenigstens noch soweit in Schuss wie ohne große Probleme möglich.

Irgendwann wird den Befürwortern der Updates mit der Zwangskeule mal kaum einer mehr glauben. Erstere bringen nämlich kaum Beweise, dass der ganze Zirkus was bringt (was auch schwierig zu beweisen wäre), versuchen aber, den Benutzer zu nerven und zu gängeln, bis der endlich tut, was sie von der hohen Kanzel herab predigen, und zu Problemen kommt dann immer nur das angebliche "Jammern auf hohem Niveau".

Da wäre umfangreiches Informieren der Benutzer nötig sowie eben das Hinnehmen dessen, dass einige Leute dennoch nicht tun, was man selber für sinnvoll hält. Ist sonst im Leben ja auch so, da muss man auch mit Leuten rechnen, die Dinge tun, welche man selber für unvernünftig hält. Die kann man auch nicht immer mit Zwangsmaßnahmen und "Jammer"-Behauptungen "auf Linie bringen" - im Gegenteil.

> also
> eigentlich dürften sie nie kommen. so wie damals bei... oh warte!

Hä?

> > Ist so'n Bißchen wie der Aufstieg der AfD in Deutschland. (Hey, mal
> > kein Auto-Vergleich von mir in diesem Zusammenhang! :-D) Der kommt
> > (IMHO) zustande, weil dort einfache Antworten auf komplexe Probleme
> gegeben
> > werden. Ob das so funktioniert und welche Nebenwirkungen dieses
> > Problemlösen mit der Brechstange hat, das interessiert die Leute erst
> mal
> > nicht. [...]

> Also hier wäre mir ein Autovergleich lieber gewesen, auch wenn mir grad
> kein passender einfällt. Aber Microsoft mit der AfD zu vergleichen ist
> schon ein wenig sehr konstruiert.

So meinte ich das nicht. Ich meinte damit, dass der Stimmungsumschwung der Bürger bzw. PC-Nutzer nicht zur Kenntnis genommen bzw. wissentlich ignoriert wird, bis dann plötzlich und unerwartet die Leute in immer größerer Zahl das alles satt haben und auch auf vernünftige Stimmen nicht mehr hören. Dann machen sie eben Unvernünftiges; die Bürger wählen die AfD, oder aber die Nutzer wedeln nur noch mit dem emporgereckten Mittelfinger, wenn jemand vernünftigerweise von Sicherheitsproblemen und deswegen nötigen Updates spricht. Da sehe ich Parallelen: Ignoriert man die schweigende oder auch grummelnde Mehrheit, dann kann das ein böses Erwachen geben, wenn erst von den Grummelnden alles Warnen der Experten ignoriert wird, und sich dann womöglich noch das Grummeln zur Detonation verdichtet.

Die AfD und MS wollte ich gar nicht gleichsetzen. Es ging hier um "Scheinlösungen", die die Grummelnden für sich entdecken.

> Ich will jetzt nicht sagen, daß Win10 perfekt ist, aber der vielzitierte
> Schwelbrand dümpelt schon seit Windows XP vor sich hin und passiert ist
> nichts. Es wurde weder scharenweise auf Linux umgestiegen noch wurde
> Microsoft auf Abermilliarden verklagt. Das wird auch in Zukunft nicht
> passieren.

Denke ich auch. Aber bei XP habe ich nicht so oft so große Klagen über Updates gehört, und das Wort "Zwangsupdate" wurde auch erst vor Kurzem aus der Taufe gehoben. Das Feuerchen schwelt weiter, und irgendwann bricht es vermutlich mal aus. Wo und wie, das kann ich allerdings noch nicht sagen, da ist meine Kristallkugel noch unschlüssig.

Ich seh' das Problem auch umfassender. Es sind ja nicht nur Windows-Rechner, die Updates brauchen, und nicht nur dort muss man dem Endanwender beibringen, dass und wieso er Updates installieren muss, mit möglichen Nebenwirkungen. Router und Smart-TVs haben IMHO ähnliche Probleme. Ich denke, da müsste man eine ganz andere Sicherheitskultur entstehen lassen, die bereits bei der Konzeption von Hard- und Software über Sicherheitsprobleme, Bugs, Updates (die auch dann noch sein müssen) etc. nachdenkt. Davon aber sehe ich nichts, obwohl es in jüngster Zeit ja immer wieder Probleme mit vernetzten Geräten und Sicherheitslücken gegeben hat.

> Wie gesagt, der große Knall wird nicht kommen

Das Betriebssystem deiner Glaskugel kommt offenbar von 'nem anderen Hersteller als das von meiner. :-P

> wir können gern um nen
> Kasten Bier wetten.

Ich weiß nicht, warum alle möglichen Leute immer meinen, mit Saufen Probleme lösen zu können. :gaga: Oder was ihr immer mit euren blödsinnigen Wetten habt.

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