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Jogi [Gast] schrieb am 22.May.2010, 11:38:30 in der Kategorie verkehr.kfz

Unfall: Brems- mit Gaspedal verwechselt - wie geht das?

> Seltsam - ich hatte mit LKW drei Unfälle und habe nicht nach links
> gelenkt, sondern einmal nach rechts und zweimal geradeaus. Allerdings waren
> die Autos der Unfallgegner auch etwas niedriger.

Du gehörst vielleicht oder sogar bestimmt nicht zu der präsigen Masse, das ist ja die andere Feststellung die man so macht, es gibt einen hohen, sehr hohen Anteil spät- oder nie oder immer genau falsch Reagierender und einen gewissen Anteil fast immer schnell und richtig Reagierender.
Könnte man sich ein System ausdenken das diese zwei Gruppen separiert und würde man die - nennen wir sie mal \"Eselgruppe\" nicht an ein Steuer eines Fahrzeugs oder einer gefährlichen Maschine oder an die Leitwarte eines Kernkraftwerks heranlassen, so könnten wir uns volkswirtschaftlich beträchtliche und menschlich tragische Vorfälle so gut wie ganz ersparen.

Ein einstiger guter Kollege der auch in diese Gruppe der Unheil-Heraufbeschwörer gehörte, einmal hat er einen ganzer Güterzug in die Wicken geschossen und ist dabei auch noch überfahren worden (zum Glück hat er schwerverletzt überlebt), hat wenigstens gehandelt und freiwillig seinen PKW-Führerschein an die Behörde zurückgegeben, nachdem er das unzähligste Auto versemmelt hatte, meinte mal im Scherz:
Wenn man auf ein Fußballfeld an eine beliebige Stelle einen Scheißhaufen legt und mir Augen und Nase verbindet, laufe ich zielstrebig genau zu dem Haufen und rutsch darauf aus.

> Aber logisch fände ich das schon, denn das Lenkrad ist ja schließlich
> links und wenn man nach links fährt, ist man schneller aus der Gefahrenzone
> heraus. Das dürfte nicht nur beim LKW so sein.

Du sprichst von Egoismus?
Ein Führer einer potentiell hochgefährlichen Maschine -/- ein einfacher kleiner LKW hat lt. Studien bei normaler vorausschauender vorsichtiger Bedienung schon ein über 90faches Gefährdungspotential eines PKW, ein 36-Tonner Lastzug nochmal ein ungleich viel höheres, um wieviel höher ist erst das Risiko des Real-Lasters mit einen halb pennenden, unausgebildeten, Mir-ist-alles-scheißegal-Fahrer womöglich auf einem veralteten unsicheren im Ausland zugelassenen LKW? -/- hat die moralische Pflicht, so zu verunglücken, daß andere dabei wenn möglich eine bestmögliche Chance auf Überleben und Unversehrtheit haben, ansonsten ist er völlig fehl im Führerhaus.

Und ja, ich weiß wie sich so ein (Mist)bock fährt, ich hatte selber mal die Klasse BCE und fuhr bis zum Zweiachslenker mit Allachsantrieb alle verfügbaren LKW mit und ohne Anhänger, mit und ohne maximal zulässigem Gesamtgewicht. Ich weiß auch das man mit dem LKW als Waffe kein Leben gefährden muß, wenn man es nur will. Einige Unfälle mußte ich auch dabei überstehen, der tragischste war ein auf weniger als die Hälfte zerquetschter VW-Bus, dessen Fahrer allerdings die Alleinschuld trug wobei die Unvermeidbarkeit des Unfalls durch den LKW selbst bei idealst denkbaren Bedingungen von mehreren Sachverständigen beglaubigt wurde und auch nicht die kleinste die Milderung der Unfallfolgen verhaltensabhängig seitens des LKW-Fahrers möglich gewesen wäre.

Gut den kleinen Abschwank am Ende verzeihe man mir, nur das man mal sieht das andere auch nicht aus dem geschlossenen Damen-Handtäschchen heraus ihre Überzeugungen bilden  ;-)

> Ich habe bei mir aber eher beobachtet, dass ich die Beine vor dem Aufprall
> anhebe.

Hätte ich auch mal besser machen sollen als mich ein Verrückter mit seinem 20M Ford frontal gerammt hat, damals als es noch weder Airbags noch Gurte auf allen Plätzen gab. So hab ich leider das Bremspedal abgetreten und das Fußgelenk gleich mit dauerhaft angeknackst - macht heute noch Ärger bei bestimmten Konstellationen. Allerdings meinte der Gutachter später, nur der Abbau von so viel wie möglich Aufprallenergie durch Blockierbremsen bis zum Aufprall hätte den unangeschnallten Mitfahrern Schlimmeres erspart. Zuminedest denen in meinem Audi, denen im Ford gings übler.
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