> >
Der Artikel scheint mir zu verkürzt,...
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> Selbstvertändlich geht der Artikel nicht weiter auf die negative Seite von
> Google ein, er versucht ja gerade die andere Seite von Google zu
> präsentieren.
Ich meinte was anderes. Ich kann die Kette von Überlegungen, die sich bis zur Schlussfolgerung hinzieht, irgendwo nicht ganz nachvollziehen. Andererseits ist\'s schon spät, und mein Gehirn möchte gern in einen energiesparenden Ruhezustand gehen. Kann ich ihm aber
noch nicht erlauben...
> [...] dass
> Google das alles aus wirtschaftlichen Interessen verfolgt! Nur profitieren
> hier, im Gegensatz zu anderen Vorhaben, du, ich und alle anderen ebenfalls
> davon.
Das stimmt. Das ist
einer der Gründe, weshalb ich
jetzt, nach etwas mehr Klarheit zum Sinn von \"Google Analytics\", nicht mehr gegen \"Analytics\" eingestellt bin.
> Niemand spricht von \"alles muss kostenlos sein\". Nur das, was bisher
> kostenlos war, versucht man zu wahren. Es ist einfach hirnlos, einen Codec
> als neuen Webstandard zu etablieren, für den wir alle am Ende bezahlen
> müssen, wenn es auch freie gibt.
Hm... diese Sache ist wohl an mir vorbei gegangen, aber irgendwie erinnert es mich an MP3. Da wurde erst jahrelang zugesehen, wie alle Welt das benutzte, um über\'s Internet Musik u.ä. zu verteilen, so dass es \"der\" Standard wurde - und dann fiel der Fraunhofer-Gesellschaft \"plötzlich\" ein, dass sie ja Lizenzgebühren für MP3-Benutzung verlangen kann. (Was ich grundsätzlich auch richtig finde, aber die Umstände, verglichen mit dem ebenfalls nicht freien MP2-Format, sind schon
sehr eigenartig.)
> \"Bürgerrechtler
> können und müssen einen Giganten wie Google insoweit als Verbündeten
> betrachten.\" Das fällt scheinbar vielen mehr als schwer.
Na ja, mit wechselnden Allianzen haben unsere Politiker (aktuell hier in NRW) ja auch so ihre mentalen Probleme.
Gut, in dem betrachteten Fall (\"Google gegen chinesische Zensur\") kann man Google jetzt mal als Verbündeten betrachten. Wieviel man davon hat, ist eine andere Frage. Wenn die eine Möglichkeit fänden, mit China zu beiderseitigem Nutzen zu kooperieren, würden sie\'s natürlich auch tun, liegt ja in ihrem Interesse. Ursprünglich hat man diesen Ansatz wohl auch mal verfolgt, nur ging\'s irgendwann einfach nicht mehr.
Ich habe kein Problem damit, Organisationen wie Google auch mal als \"nützlich\", \"verbündet\" oder gar als \"wertvoll\" (meinetwegen durch ihre Suchmaschine) zu betrachten, je nach Kontext. Vielleicht ist die Frage auch, was der Einzelne tut, wenn seine Interessen nicht mehr tangiert sind. Wer sich zwar für die eigenen Daten im Netz interessiert, für Chinas Zensur aber nicht die Bohne, für den ist Google mehr Problem als Problemlöser.
Ich betrachte Google mit vorsichtigen bis argwöhnischen Blicken, wenn es mir in irgendeinem Zusammenhang vor die Linse kommt. Aber dann versuche ich auch, Google in den jeweiligen Kontext einzuordnen. Genauso wie \"die Wirtschaft\" sonst auch, der ich zwar generell sehr kritisch gegenüberstehe, ohne die wir aber auch kein Leben mit den heutigen Annehmlichkeiten hätten.
Alles hat seinen Preis. Man sollte ihn kennen (dürfen), bevor man sich für oder gegen jenes entscheidet, wofür der Preis zu zahlen ist, dann wäre schon vieles gewonnen. Danach wäre dann die Frage da, ob der Preis
angemessen erscheint, usw. usw. ...