> erstmal soll irgendwer erklären, wie Google personifiziert -
> vergesst die dynamischen IPs und löschbare Cookies in der Erklärung nicht.
Nun, einen
Ansatz dazu hatte ich unter \"Die Reaktion des kleinen Bauchs\" schon angesprochen; es ging über den Browser-ID-String, das Betriebssystem und andere Dinge
in Kombination. Das reicht aber, wie ich weiter mit Jörg besprochen habe, bislang nicht aus, um jemanden
sicher zu identifizieren. Es ist aber schon relativ dicht dran - meiner persönlichen Meinung nach. Die dynamische IP erschwert das Ganze ziemlich, Cookies sind für diesen Ansatz hingegen unwichtig.
Aber natürlich heißt das nicht, dass Google sowas auch tatsächlich
tun würde, nur weil es das dann
könnte. Man kann sich nun drüber streiten, was man dazu sagt.
> Vor allem in Google in letzter Zeit den Feind zu sehn scheint in Mode
> gekommen zu sein.
Google ist ja in der Vergangenheit auch ein paar mal \"dumm aufgefallen\" - allerdings mit
potenziell datenschutz-verletzenden Dingen. Die einzelnen Fälle bewerte ich unterschiedlich; belassen wir es meinetwegen mal dabei.
> Schaut man sich die Sache aber mal aus einer anderen
> Perspektive
> an,...kann
> nur noch Google das Internet retten, und das ist gar nicht mal
> soweit hergeholt.

Der Artikel scheint mir zu verkürzt, ich kann es nicht so recht nachvollziehen. Ist das Fazit jetzt, dass Google nun mal das Geld \'reinholen muss, was die \"Internet muss kostenlos sein\"-Befürworter ansonsten nicht für den Betrieb des Internets (usw.) zahlen würden?
Außerdem enthält der Artikel eine Sichtweise, die Google nichts Böses unterstellt - diese Sichtweise aber muss ja nicht jeder teilen. Ganz uneigennützig wird Google das, was es da tut, wohl auch nicht machen.
Und last but not least ist die Frage, ob wir den Preis, den es dann für die Rettung des Internets durch Google zu bezahlen gilt, auch zahlen wollten.
Die \"ich-will-alles-kostenlos-Kultur\" im Internet stellt aber durchaus ein Problem dar. Die extreme Gegenseite, die für jeden Mist einen Preis gezahlt haben will, hat hingegen auch Probleme. Wie der sinnreiche Mittelweg dazwischen aussehen soll, da haben wir möglicherweise verschiedene Ansichten.
> Im allgemeinen nervt diese ganze
> Internet-Daten(Schutz)-Grundsatz-Diskussion langsam nur noch...das Internet
> war schon immer sperrangelweit offen, man sollte halt lernen mit umzugehen.
Da fehlt mir eine wichtige Differenzierung: Ob ich selber tatkräftig dafür sorge, dass man mich im Netz sofort identifizieren kann, wie es wohl bei der Nutzung der Dienste bestimmter Firmen u.ä. Standard ist, oder ob jemand anders so lange jedes Datenkrümelchen, was ich bewußt oder unbewußt hinterlasse, untersucht, bis er mich gefunden hat, das sind zwei verschiedene Dinge.
Wenn man dann noch sieht, dass manche Dinge schon eine \"Anwesenheit\" im Internet erforderlich machen (z.B. das Studieren an manchen Universitäten; der ELSTER-Zwang für bestimmte Menschen zur Datenübermittlung ans Finanzamt; usw.), dann reicht ein einfaches \"das Internet ist nun mal sperrangelweit offen; sieh zu, wie Du damit klarkommst\" nicht mehr aus. Auch wenn ich bei einer vernünftigen Durchführung des Datenschutzes für die oben erwähnten \"Anwesenheitszwänge\" bislang nur eine relativ geringe Gefahr sehe.