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Nachricht aus dem Archiv

baeuchlein schrieb am 26.May.2010, 15:40:04 in der Kategorie pc.security

Programmier-Trottel - sowas gibt's...

> Da Google ja
> auch \"irrtümlich\" den Datenverkehr von WLAN speicherte, wer weiß, was da
> \"irrtümlich\" wirklich passiert?
> (Sorry, aber ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass die
> solche Trotteln von Programmierern haben, dass so etwas irrtümlich
> passieren kann!)

Hätte ich bei Microsoft auch gedacht, doch da fand ich vor ein paar Jahren auch mal was Merkwürdiges \'raus.

Ich hatte aus irgendeinem Grund mal auf einer Diskette den Inhalt verschiedener Sektoren angesehen. Auf einmal fiel mir ein Sektor am Ende einer Datei auf, der Teile des Inhaltsverzeichnisses meiner Festplatte enthielt. Die haben auf einer gerade erst vollgeschriebenen Diskette nix zu suchen; hätten ja auch sensible Daten sein können.

Wie auch immer... Die einzige vernünftige Erklärung war in diesem Falle wohl, dass beim Schreiben der Datei auf meine Platte anscheinend über einen alten Eintrag mit Inhaltsverzeichnis drüber geschrieben wurde, und da der letzte Sektor selten exakt bis zum letzten Byte gefüllt wird, bleibt am Schluss noch einiges übrig. In diesem Fall wurde dieser Teil offenbar nicht gelöscht. So weit, so gut (wenn man nicht auf absolute Datensicherheit steht).

Danach wurde diese Datei auf die Diskette kopiert, und dabei wurde der letzte Sektor komplett übertragen, also nicht nur die zu dieser Datei gehörenden Daten, sondern alles, auch dieser Überrest eines Inhaltsverzeichnisses. So kamen die Überreste von der Platte auf die Diskette.

In diesem Falle kann ich da keine böse Absicht erkennen, aber schlampig im Sinne der Datensicherheit ist es. Ich kann ja nie sicher sein, dass mit so einem Kopiervorgang nicht doch mal Daten von meiner Platte mitkopiert werden, die auf einer woanders hin geschafften Diskette oder gar CD/DVD eben nix zu suchen haben.

Mir ist auch kein Programm bekannt, das in diesem speziellen Fall Abhilfe schaffen würde. Es müsste ja die Dateien einzeln analysieren und ihre Endsektoren (bzw. beim FAT-Dateisystem sogar ihre Endcluster, das sind mehrere Sektoren zusammen) am nicht mehr zur Datei gehörenden Schluss mit irgendwas überschreiben.

Und da das damals zum Kopieren verwendete Betriebssystem von Microsoft war, sage ich halt: Die haben damals schlampig gearbeitet. Sie hätten beim Kopieren halt nur die Nutzdaten (bzw. Datei-Daten) kopieren dürfen, nicht noch irgendwelche anderen Reste.
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